Re: Pressespiegel
Verfasst: Fr 13. Nov 2009, 07:57
Studenten besetzen Hörsaal:
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Die Artikel der HAZ
Studenten besetzen Hörsäle
Göttingen/Hildesheim (dö/dpa). Immer mehr Studenten protestieren in Deutschland gegen Missstände im Bildungssystem. Sie fordern die Abschaffung der Studiengebühren und kritisieren die Verschulung des Studiums. In 20 Städten hielten Studierende Hörsäle besetzt. In Göttingen und Hildesheim wurden Seminargebäude besetzt, in Hannover störten Studierende einen Kongress. An einigen Unis kam es zu Auseinandersetzungen mit den Hochschulrektoren. In Tübingen ließ der Rektor den seit einer Woche blockierten größten Hörsaal von der Polizei räumen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte ihre Länderkollegen auf, vereinbarte Änderungen in der Studienstruktur rasch umzusetzen und die Studiengänge zu entschlacken. P Proteste weiten sich ausSeite 5
13.11.2009 / HAZ Seite 1 Ressort: POLI
Protestierende Studenten besetzen Hörsäle
Hannover. Die Studenten gehen gegen Studiengebühren, mangelnde Mitbestimmung und zunehmenden Leistungsdruck auf die Barrikaden: In Göttingen und Hildesheim sind in der Nacht zum Donnerstag an den Universitäten Seminargebäude besetzt worden, in Hannover haben Studenten gestern mit einer Protestaktion einen Kongress zur Öffnung der Hochschulen für Berufstätige gestört. In Göttingen haben rund 100 Studenten einen Teil des sogenannten Verfügungsgebäudes besetzt und dort die Nacht in Schlafsäcken verbracht. Der AStA distanzierte sich von der Aktion: „Besetzungen rufen keine Begeisterung hervor“, sagte AStA-Mitglied Christian Zigenhorn. „Wir versuchen Konflikte mit der Hochschulleitung lieber durch Gespräche zu lösen, wer sich an den Pfad des Gesetzes hält, kommt inhaltlich meistens weiter voran.“ Dennoch sei die Kritik der Besetzer angebracht. Durch die Umstellung der Studiengänge auf das angloamerikanische Bachelor- und Mastersystem habe sich der Leistungs- und Prüfungsdruck für die Studierenden enorm erhöht, der AStA-Vertreter sprach von „astronomischen Abbrecherquoten“ vor allem im Lehramt, in Mathematik und den Naturwissenschaften. „Das System ist jetzt sehr verschult, jede Vorlesung, jedes Seminar wird abgeprüft, schon die Noten aus dem ersten Semester zählen für das Abschlusszeugnis“, sagte Zigenhorn. Wenn man in einer Prüfung durchfalle, müsse man mitunter ein Jahr warten, bis die Veranstaltung noch einmal angeboten werde: „Dadurch zieht sich das Studium unnötig in die Länge.“ An der Universität Hildesheim besetzten am Mittwochabend nach einer Vollversammlung zwischen 40 und 50 Studenten einen Hörsaal. „Wir wollen uns auch mit den anderen Unis im In- und Ausland solidarisieren, wo ähnliche Aktionen laufen“, sagte gestern eine Sprecherin des Aktionsbündnisses Freie Bildung. Durch die engen Vorgaben der Bachelor- und Masterstudiengänge sei ein selbstbestimmtes Studium gar nicht mehr möglich, monierten die Besetzer: „Was haben Anwesenheitslisten mit aktiver Teilnahme zu tun?“ Durch die Studiengebühren hätten viele Abiturienten gar keine Chance, überhaupt ein Studium aufzunehmen. Diese Punkte kritisierten auch die Studenten von dem Protestbündnis „B-Team“, die während eines Kongresses zum Thema Offene Hochschule am Donnerstagvormittag in Hannover die Bühne erklommen und ein Banner mit der Aufschrift „Bildung geht baden“ entrollten. „Viele Bachelorstudenten können gar kein Masterstudium aufnehmen, weil sie durch einen hohen Numerus clausus davon abgehalten werden“, sagte zudem „B-Team“-Sprecher Paulo Diaz. Die freie Lehre sei in Gefahr. Es sei gut, dass sich die Hochschulen auch Berufstätigen öffnen wollten, sagte Diaz, aber durch die Studiengebühren würden allein 18?000 Abiturienten vom Studium abgehalten. Der Regierung warf er mangelnde Gesprächsbereitschaft vor. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) wies dies entschieden zurück: „Ich bin immer dialogbereit.“ Die AStAs seien auch zu dem Kongress eingeladen gewesen.
Protest in Göttingen: Studenten bringen Plakate an dem besetzten Gebäude an. Hinzmann
13.11.2009 / HAZ Seite 5 Ressort: NIED